Gemeinde Horgen: Sommerloch, Personalexplosion und Präventions-Kampagnen

In der Privatwirtschaft stehen Reorganisationen üblicherweise für Einsparung - nicht immer sinnvoll, aber meist rabiat und oft verschlankend. Die Gemeinde Horgen geht da einen anderen Weg (zur Mitteilung). Mehr sei besser. Mit der kürzlichen Reorganisation der Gemeindeverwaltung kam ein bisher ungesehenes Wachstum der Personalausgaben einher, Tendenz anhaltend. In sämtlichen Gemeindeabteilungen beobachten wir ein ungezügeltes Wachstum der Stellenprozente. Keine Spur von Transparenz und Effizienz.

Derweil füllt man die Sommerflaute mit neuen Präventionskampagnen und teuren externen Marketing-Aufträgen. Überall in Horgen lenken aufwändig gestaltete kryptische Plakate vom Verkehrsgeschehen ab (zur Mitteilung). Dabei werden gleich zwei Probleme gelöst: Die gutgemeinte Arbeitsgruppe Schulwegsicherheit wird mit einer effektlosen Kampagne abgespiesen und man beschäftigt neue Verwaltungs-Stellenprozente mit neuen Ämtlis, die wir gar nicht brauchen.

An der Dezember-Gemeindeversammlung erwarten uns in der Jahresrechnung erneut düster-rote Personalaufwände. Der Gemeinderat bleibt uns eine Erklärung schuldig, was nun die neue Funktion des Geschäftsführers gebracht haben soll, ausser massiven Mehrausgaben und gewonnener Freizeit für unsere Exekutive. Budgetdisziplin geht anders, Führung sowieso. Falls der Gemeinderat der steuerzahlenden Bevölkerung eine Erklärung schuldig bleibt, müssen wir über strikte Massnahmen reden, um das disproportionale Wachstum der Personalaufwände in Horgen zu stoppen.

David Wolf

Präsident SVP Horgen

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